MIMA MQK30M-ZSM540 oder ZSM650: Welche Hubhöhe passt zur Planung?
Modellvergleich für die Einsatzplanung
Wer einen elektrischen MIMA MQK30M für hohe Regale oder mehrstufige Lagerbereiche auswählt, sollte nicht allein auf die maximale Hubhöhe schauen. Der MQK30M-ZSM540 und der MQK30M-ZSM650 weisen viele gemeinsame Grunddaten auf, unterscheiden sich jedoch deutlich bei Hubhöhe und Bauhöhe. Diese Gegenüberstellung ordnet die veröffentlichten Fahrzeugdaten ein und zeigt, welche Angaben vor einer konkreten Auswahl geprüft werden sollten.
Zum Veröffentlichungszeitpunkt umfasst die Modellliste des MIMA MQK30M-ZSM540 fünf elektrische Fahrzeuge. Für den MIMA MQK30M-ZSM650 werden vier elektrische Fahrzeuge dargestellt. Die Anzahl ist eine Momentaufnahme und keine Zusage zur späteren Verfügbarkeit.
Die veröffentlichten Daten auf einen Blick
- 3.000 kg: Nenntragfähigkeit bei beiden Ausführungen
- 5.400 oder 6.500 mm: veröffentlichte Hubhöhen
- Triplex: Mastangabe in beiden Modelllisten
- 48V/600Ah: Lithium-Ionen-Batterie laut Fahrzeugdaten
| Merkmal | MQK30M-ZSM540 | MQK30M-ZSM650 |
|---|---|---|
| Anzahl dargestellter Fahrzeuge | 5 zum Veröffentlichungszeitpunkt | 4 zum Veröffentlichungszeitpunkt |
| Antriebsart | Elektrisch | Elektrisch |
| Nenntragfähigkeit | 3.000 kg | 3.000 kg |
| Hubhöhe | 5.400 mm / 5,4 m | 6.500 mm / 6,5 m |
| Bauhöhe | 2.535 mm / 2,535 m | 2.902 mm / 2,902 m |
| Mast | Triplex | Triplex |
| Batterieangabe | 48V/600Ah Lithium-Ionen | 48V/600Ah Lithium-Ionen |
| Jahresfeld | 2026 | 2026 |
| Betriebsstundenfeld | 1 | 1 |
Aus diesen Angaben ergibt sich ein klarer technischer Unterschied: Der ZSM650 erreicht 1.100 mm mehr Hubhöhe als der ZSM540. Gleichzeitig liegt seine veröffentlichte Bauhöhe mit 2.902 mm um 367 mm über der Bauhöhe des ZSM540. Eine größere Hubhöhe steht damit einer größeren Bauhöhe gegenüber. Welche Variante für einen konkreten Betrieb infrage kommt, lässt sich deshalb erst nach Abgleich mit Gebäude, Verkehrswegen, Regalen und Lastdaten beurteilen.
Wann ist die Hubhöhe der entscheidende Faktor?
Die erforderliche Hubhöhe sollte aus der tatsächlichen Lagergeometrie abgeleitet werden. Maßgeblich ist nicht nur die Höhe des obersten Regalplatzes. Berücksichtigt werden müssen auch die Position der Gabel, die Höhe der Palette oder des Ladungsträgers, notwendige Sicherheitsabstände und die betrieblich vorgesehene Einlagerungshöhe.
Mit 5.400 mm beziehungsweise 5,4 m bietet der MQK30M-ZSM540 eine niedrigere veröffentlichte Hubhöhe. Der MQK30M-ZSM650 erreicht 6.500 mm beziehungsweise 6,5 m. Die höhere Variante kann bei entsprechend geplanten Regalebenen relevant sein. Daraus folgt jedoch keine pauschale Eignung: Mast, Last, Anbaugerät und Einsatzbedingungen müssen gemeinsam betrachtet werden.
Diese Werte sollten vor der Auswahl vorliegen
- Höhe der obersten tatsächlich genutzten Regalebene
- Abmessungen von Palette, Ladungsträger und Last
- erforderlicher Freiraum beim Ein- und Auslagern
- lichte Höhen von Toren, Durchfahrten und Übergängen
- Deckenhöhe sowie mögliche Leitungen, Tore oder andere Hindernisse
- Tragfähigkeitsanforderung in der vorgesehenen Arbeitshöhe
Warum die Bauhöhe genauso wichtig ist
Die Bauhöhe beeinflusst, ob ein Fahrzeug die vorgesehenen Bereiche erreichen kann. Der MQK30M-ZSM540 ist in den veröffentlichten Daten mit 2.535 mm Bauhöhe angegeben. Beim MQK30M-ZSM650 sind es 2.902 mm. Bereits eine einzelne niedrigere Durchfahrt kann die nutzbare Route begrenzen.
Vor einer Entscheidung sollten deshalb nicht nur Hallentore gemessen werden. Relevant sind auch Brandschutztore, Verbindungsgänge, Übergänge zwischen Gebäudeteilen, Ladezonen und Bereiche unter technischen Installationen. Zusätzlich sollte geklärt werden, auf welchen Betriebszustand sich ein angegebenes Höhenmaß bezieht und welche weiteren Fahrzeugabmessungen für die Route relevant sind.
3.000 kg sind eine Nenntragfähigkeit, keine universelle Resttragfähigkeit
Beide Modelllisten nennen eine Tragfähigkeit von 3.000 kg beziehungsweise 3 Tonnen. Dieser Wert darf nicht als Zusage verstanden werden, dass jede Last in jeder Höhe mit jeder Ausstattung aufgenommen werden kann. Es handelt sich um die veröffentlichte Nenntragfähigkeit.
Die tatsächlich nutzbare Resttragfähigkeit hängt unter anderem vom Lastschwerpunkt, den Lastabmessungen, der Hubhöhe und einem möglichen Anbaugerät ab. Eine lange, hohe oder ungleichmäßig verteilte Last kann andere Anforderungen stellen als eine kompakte Standardpalette. Auch Anbaugeräte können Gewicht und Lastschwerpunkt verändern. Für die konkrete Konfiguration ist deshalb das zugehörige Tragfähigkeitsdiagramm maßgeblich.
Für die Tragfähigkeitsprüfung werden mindestens benötigt
- maximales Lastgewicht
- Lastschwerpunktabstand
- Länge, Breite und Höhe der Last
- vorgesehene maximale Hubhöhe
- Art und Eigengewicht eines Anbaugeräts
- betrieblicher Last- und Ladungsträger
Gemeinsame Merkmale richtig einordnen
In beiden Modelllisten werden Elektroantrieb, Triplexmast und eine 48V/600Ah-Lithium-Ionen-Batterie genannt. Diese Übereinstimmungen erleichtern den direkten Vergleich, ersetzen aber keine vollständige Einsatzprüfung. Angaben wie Schichtdauer, Ladefenster, Fahrstrecken, Steigungen, Bodenverhältnisse oder Energiebedarf sind in den hier zugrunde gelegten Daten nicht enthalten und sollten daher nicht aus der Batterieangabe abgeleitet werden.
Auch das Jahresfeld 2026 und das Betriebsstundenfeld 1 sind zunächst genau das: veröffentlichte Datenfelder. Sie reichen allein nicht aus, um Zustand, Nutzungshistorie oder eine Einstufung als neu beziehungsweise unbenutzt verbindlich zu bestimmen. Eine solche Interpretation wird in diesem Vergleich bewusst nicht vorgenommen.
Praktische Entscheidungsmatrix
| Prüffrage | Warum sie wichtig ist | Abgleich |
|---|---|---|
| Reichen 5.400 mm für die höchste geplante Regalposition? | Verhindert die Auswahl unnötiger oder unzureichender Hubhöhe | ZSM540 und ZSM650 anhand der realen Einlagerungshöhe vergleichen |
| Sind alle Durchfahrten höher als die relevante Fahrzeughöhe? | Die Route kann durch den niedrigsten Punkt begrenzt werden | 2.535 und 2.902 mm mit den gemessenen Höhen abgleichen |
| Welche Last muss in maximaler Höhe bewegt werden? | Nenntragfähigkeit entspricht nicht automatisch der Resttragfähigkeit | Lastschwerpunkt, Lastmaß, Hubhöhe und Anbaugerät prüfen |
| Ist ein Anbaugerät vorgesehen? | Gewicht und Vorbaumaß können die Tragfähigkeit beeinflussen | Konfiguration und Tragfähigkeitsdiagramm gemeinsam bewerten |
| Wie sind Lade- und Einsatzfenster organisiert? | Die Batterieangabe allein beschreibt nicht den Energiebedarf | Einsatzprofil und Ladeplanung separat erfassen |
So lässt sich die Auswahl strukturiert vorbereiten
Ein belastbarer Vergleich beginnt mit Messwerten aus dem Betrieb. Zuerst sollten Hub- und Durchfahrtshöhen dokumentiert werden. Danach folgen Lastgewicht, Lastschwerpunkt und Lastabmessungen. Erst anschließend lässt sich beurteilen, welche der veröffentlichten Ausführungen technisch näher an den Anforderungen liegt.
Der MIMA Gabelstapler-Konfigurator kann genutzt werden, um die Anforderungen strukturiert zusammenzustellen. Für eine konkrete Anfrage sollten die gemessenen Höhen, Lastdaten, geplante Arbeitsabläufe und benötigte Anbaugeräte möglichst vollständig angegeben werden.
MQK30M-Ausführungen anhand Ihrer Daten vergleichen
Prüfen Sie die beiden Modelllisten zum Veröffentlichungszeitpunkt oder übermitteln Sie die konkreten Einsatzdaten für eine weiterführende Abstimmung. Eine verbindliche Auswahl sollte erst nach Prüfung der vollständigen Fahrzeug- und Lastdaten erfolgen.
Häufige Fragen zum MQK30M-ZSM540 und MQK30M-ZSM650
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen ZSM540 und ZSM650?
Der deutlichste Unterschied in den veröffentlichten Daten ist die Hubhöhe: 5.400 mm beim ZSM540 und 6.500 mm beim ZSM650. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bauhöhen mit 2.535 und 2.902 mm.
Wie viele Fahrzeuge werden in den Modelllisten gezeigt?
Zum Veröffentlichungszeitpunkt zeigt die Liste des MQK30M-ZSM540 fünf und die Liste des MQK30M-ZSM650 vier Fahrzeuge. Diese Zahlen sind eine Momentaufnahme und keine Zusage zur späteren Verfügbarkeit.
Bedeutet 3.000 kg, dass jede Last bis 3 Tonnen auf 6,5 m gehoben werden kann?
Nein. Die 3.000 kg sind eine Nenntragfähigkeit. Die nutzbare Resttragfähigkeit muss unter Berücksichtigung von Lastschwerpunkt, Lastabmessungen, Anbaugerät und Hubhöhe anhand der konkreten Fahrzeugdaten geprüft werden.
Welche Bauhöhe haben die beiden Ausführungen?
Für den MQK30M-ZSM540 werden 2.535 mm und für den MQK30M-ZSM650 2.902 mm angegeben. Für die Einsatzplanung sind diese Werte mit allen Toren, Durchfahrten und Höhenbegrenzungen abzugleichen.
Haben beide Modelle einen Triplexmast?
Ja, in beiden aktuellen Modelllisten wird ein Triplexmast genannt. Weitere mast- und fahrzeugspezifische Angaben sollten für das ausgewählte Fahrzeug separat geprüft werden.
Welche Batterie wird in den Modelllisten angegeben?
Für beide Ausführungen wird eine 48V/600Ah-Lithium-Ionen-Batterie angegeben. Daraus allein lassen sich jedoch keine verbindlichen Aussagen zu Laufzeit, Ladebedarf oder Eignung für ein bestimmtes Schichtmodell ableiten.
Bedeuten das Jahresfeld 2026 und eine Betriebsstunde, dass die Fahrzeuge neu sind?
Nein. Diese beiden Felder reichen allein nicht aus, um Zustand oder Nutzungshistorie verbindlich als neu oder unbenutzt einzustufen. Dafür sind die vollständigen Angaben des konkreten Fahrzeugs maßgeblich.
Welche Angaben sollte eine konkrete Anfrage enthalten?
Hilfreich sind maximale Hubhöhe, niedrigste Durchfahrt, Lastgewicht, Lastschwerpunkt, Lastabmessungen, geplante Anbaugeräte sowie Angaben zu Fahrwegen und Einsatzablauf.
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